

DAS HOPWINE–ONLINE-MESSE-KONZEPT
Hopwine erfindet die virtuelle Wein- und Spirituosenmesse mit "echten" Verkostungen. Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie und die ökologische Herausforderung organisiert Hopwine mehrere digitale Events, um den professionellen Wein- und Spirituosenmarkt das ganze Jahr über zu beleben.
Während der Eröffnungstage der Hopwine Messen besuchen internationale Fachleute die virtuellen Stände der Produzenten, tauschen sich mit ihnen per SMS oder Video-Konferenzen aus. Die Verkostungsweine, die man probieren möchte, können auf der Webseite bei den Winzern angefordert werden.
Hopwine verpackt die Flaschen der Produzenten in zertifizierte 2 cl-Muster und versendet sie nach der Messe an Fachleute weltweit, die sie angefordert haben.
Rigal wurde 1755 in Cahors, dem Geburtsort der Rebsorte Malbec, gegründet. Auf über 250 Hektar aus dem Tal und der Hochebene in Cahors produziert und vermarktet das Unternehmen ausdrucksstarke Weine. Vor allem mit der Leitsorte Malbec zeigt Rigal, welch Facettenreichtum, Fülle und Eleganz in den Weinen aus den unterschiedlichen Terroirs steckt. >>> Mehr über das Weinbaugebiet Cahors AOC
In der bestellten Hopwine-Box von Rigal befanden sich 7 Weine. Darunter 4 Weißweine und 3 Rotweine aus unterschiedlichen Anbauregionen. Verkostet habe ich die Weine – leider ohne Live-Termin – am 08.03.21, hier sind meine Notizen:
Pygat Colombard Sauvignon (HVE*)
IGP des Côtes de Gascogne / Coeur de Gascogne
Jahrgang: 2020
Rebsorten: 70 % Colombard, 30% Sauvignon
Boden: Ton-Kalkstein
Alkohol: 11,5%vol
Auszeichnungen:
Nase: exotisch mit hervorstechenden Aromen des Sauvignons, frisch, kräutrig, an Zitronenmelisse erinnernd, reife Stachelbeeren, Spargel und Maracuja sowie Grapefruit.
Gaumen: Herrlich frisch, mit präsenter und gleichsam verspielter Säure.
Mein Fazit: Ich hab mich in den Wein verliebt, ist er doch ein leichter Vertreter eines animierenden und saftigen "Sommerweines", den man zum Apéro, zu Sommersalaten, zu leichten Fischgerichten, Spargel und Gemüsetempura öffnet.
*HVE = Haute Valeur Environnementale
Luméra Colombard BIO
IGP des Côtes de Gascogne
Jahrgang: 2020
Rebsorten: 100% Colombard
Boden: Ton-Kalkstein und gelbbrauner Sand
Alkohol: 11,5%vol
Nase: florales Bouquet, das an weiße Blumen wie Holunderblüten erinnert, dazu gesellen sich exotische Aromen von Mango und Maracuja, aber auch würzige Noten wie die der Cassisblätter, die man zwischen den Fingern reibt.
Gaumen: weich, fruchtig leicht.
Fazit: ein weiterer Weißwein, der in die Kategorie Spaß im Glas gehört. Gekühlt auf der Terrasse, zu leichten Sommersalaten oder auch zum Fisch in der Salzkruste, kann ich mir diesen Wein besonders gut vorstellen.
Original Gros Manseng Vin Orange (HVE*)
Vin de France / Innovation
Jahrgang: 2020
Rebsorten: 80% Gros Manseng, 20% Colombard
Boden: Ton-Kalkstein
Alkohol: 12 %vol
Nase: frisch-minzig, dazu eine fruchtige Komponente, die an exotische gelbe Früchte und weißen Pfirsich erinnert.
Gaumen: animierende kräutrige Noten, dazu Aromen von Zitronenzesten, Grapefruit und Gänseblümchen. Sehr saftig und komplex mit einem langen Finish.
Fazit: Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Wein um einen unfiltrierten Wein handeln muss, da seine Farbe nicht kristallklar, sondern leicht getrübt aussah. Gekühlt zu Tapas, Antipasti, Ölsardinen und Seafood genießen.
Information: Das Maison Rigal hat sich mit Nicolas Cambos, dem Besitzer eines 20 ha Weinbergs im Herzen des Gers in der Gascogne, zusammen getan, um diese Cuvée zu vinifizieren. Die Tauben stammen aus ausgewählten Clustern auf den besten Parzellen in den sonnigen Hügel des Dorfes Laroque sur Losse.
Die Gärung erfolgt mit ganzen Trauben, der Saft bleibt 6 Wochen lang in Kontakt mit den Schalen und verleiht dem Wein eine orange Farbe. Es ist eine Hommage an die alte georgische Weinbereitungsmethode, die aus der Gärung und Mazeration in Amphoren, die Qvevri oder Kvevri genannt werden, hervorgeht.
*HVE = Haute Valeur Environnementale
Original Colombard – Bel Nau (HVE*)
Natürlicher niedriger Alkoholgehalt
IGP des Côtes de Gascogne
Jahrgang: 2020
Rebsorten: 100% Colombard
Boden: Ton-Kalkstein
Alkohol: 9,5 %vol
Auszeichnung:
Nase: frisch, fruchtig, würzig.
Gaumen: der Wein "prickelte" fast ein bisschen – wie ein Lambrusco. Keine Ahnung, ob sich das so gehört, aber er hinterließ auf diese Weise einen animierenden und erfrischenden Eindruck.
Fazit: Terrassenwein mit Spaßfaktor. Eine moderne Art einen Wein mit wenig Alkohol auf den Markt zu bringen.
Information: Bel Nau bedeutet in der Sprache der Gascogne "Schöne Neun".
*HVE = Haute Valeur Environnementale
Les Terrasses (HVE*)
AOP Cahors
Jahrgang: 2019
Rebsorten: 85% Malbec, 15% Merlot
Boden: Kiesel, Sandstein und Kieselstein
Alkohol: 13 %vol
Nase: fleischig, fruchtig und frisch. Die Fruchtnoten erinnerten mich an saftige Nektarinen, dazu gesellten sich Brombeeren und Sauerkirsche.
Gaumen: Die Fruchtnoten wiederholen sich im Mund, sanft würzige Aromen kommen hinzu. Die Tannine sind kräftig.
Fazit: Angenehm eingebundenes Holz. Leicht gekühlt würde ich den Wein zu Schmorbraten, saftigen Steaks, Antipasti mit Wurstwaren und zu Hartkäse wie spanischen Manchego oder französischen Comté empfehlen. Weiterhin passt der Wein im Sommer zu gegrilltem Lamm, natürlich zu deftigem Cassoulet, Burgern und Pizza.
*HVE = Haute Valeur Environnementale
Original Malbec 1755 (HVE*)
IGP Comté Tolosan
Jahrgang: 2019
Rebsorten: 100% Malbec
Boden: Lehm und Kalkstein, Terrassen
Alkohol: 13 %vol
Nase: komplex, harmonísch, fruchtig. Pflaume, Brombeere und etwas Estragon - so habe ich das Bouquet in Erinnerung.
Gaumen: elegant, komplex, harmonisch, rund. Mein Rotwein-Favorit in der Tastingbox.
Fazit: Der Wein passt zu Entenbrust ebenso wie zum Schweinekrusten braten. Auch zu Wild (Hirsch) und Rinderschmorbraten würde er gut schmecken. Und ganz sicher auch schon zur Apéroplatte mit Wurstwaren und Käse.
*HVE = Haute Valeur Environnementale
Belle Rives Bio
AOP Cahors
Jahrgang: 2016
Rebsorten: 85% Malbec, 15% Merlot
Boden: Kalkhaltiger Untergrund mit eisenhaltigen Tonschichten
Alkohol: 12 %vol
Nase: würzige Holznote, wie beim Waldspaziergang, süße Pflaume und Sauerkirsche.
Gaumen: komplex, würzig mit harmonisch eingebundenem Tannin.
Fazit: Ein schönes Beispiel eines reiferen Cahors. Dieser Rotwein passt zu gegrillten Koteletts vom Schein und Lamm, zum deftigen Cassoulet und zur gebratenen Entenbrust. Wieso nicht auch zur gebratenen Boudin (Blutwurst) probieren? Oder zum Hühnchen-Curry? Ich denke, das passt! Für Käsefans ist ein schöner Brie de Meaux AOP die richtige Wahl.
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