Kochen mit Herbstgemüse
SO schmeckt der herbst
Der Herbst beginnt, sobald der Federweiße ausgeschenkt wird, Kürbisse, Kartoffeln und Zwetschgen reif sind.
Die Zeit der Einweckgläser ist gekommen! Eingelegt werden kann praktisch alles. In diesem Kapitel findet Ihr alles, um Gemüse haltbar zu machen, sei es im Essigsud, in Öl oder fermentiert.
Kompott, Konfitüre, Früchtebrot und Likör – Obst und Beeren eignen sich perfekt, um sie haltbar zu machen. So kann man bis zur nächsten Ernte die Aromen von reifen Früchten genießen.
Der Herbstbeginn ist Flammkuchenzeit! Neben dem klassischen Belag mit Sauerrahm, Zwiebeln und Speck sowie wenig Salz und Pfeffer gibt es inzwischen unzählige Varianten: Vegane, vegetarische, deftig belegte mit Ziegenkäse oder mit Birnen und Äpfeln, auch süße Flammkuchen finden immer mehr Anhänger.
Das wird köstlich! Endlich Apfelkuchen, Zwetschgenkuchen und Birnentartes. Nicht vergessen, all die aromatischen Kuchen mit Nüssen und Schokolade!
In fast jeder Weinbauregion wird er ab August bereits verkauft. Mit der Lese frühreifer Rebsorten wie Sieger, Ortega und Blauer Frühburgunder beginnt die Federweißer-Saison schon vor dem kalendarischen Herbstanfang.
Aus Äpfeln und BIrnen lässt sich viel Köstliches zubereiten: Konfitüren, Kuchen, Brände, Salate, Cider und Perry.
Bevor die kalten und nebelverhangenen Novembertage kommen, kosten wir noch jeden wärmenden Sonnenstrahl aus.
Apropos „Auskosten“ – die Natur deckt uns zum Abschied noch einmal reichlich den Tisch!
Es gibt Beeren, Hagebutten, Quitten, Mispeln und späte Zwetschgensorten, Äpfel und Birnen, Pilze, Kürbisse, Kartoffeln, Wild und Trüffel.
Außerdem können noch Salate wie Feldsalat, verschiedene Kohlsorten wie Rotkohl und Rosenkohl und natürlich Wurzelgemüse geerntet werden.
Mit diesen Schätzen der Natur kann wunderbar gekocht und gebacken werden. Oder wir machen diese haltbar, indem wir sie einkochen, einwecken, einlegen oder fermentieren.
Es gibt leckere Quiche und knusprige Flammkuchen, herbstliches mit Kürbis, Pilzen, Sauerkraut, Äpfeln oder Kartoffeln. Wir genießen die Herbstküche, angefangen bei rustikaler Hausmannskost bis zur gehobenen Landhausküche und dazu selbstverständlich auch den passenden Wein.
Gebacken wird im Herbst natürlich auch: Dinkel-Roggenvollkornbrot, Kartoffelbrot, Kürbisbrot und Landbrot ohne Hefe. Zum selbst gebackenen Broten gibt es köstliche Brotaufstriche. Und für alle Naschkatzen werden süße Kuchen mit Äpfeln, Birnen, Nüssen und Schokolade gebacken.
„Der Herbst ist kulinarisch für mich die schönste Zeit im Jahr: Obst, Wild, Pilze, Gemüse – alles ist reichlich vorhanden.“
Dorit Schmitt
KARTOFFELN
Heimatküche lebt von regionalen Zutaten
Ab in die Küche und leckere Gerichte aus den tollen Knollen zubereiten: Sie schmecken gekocht, gestampft, püriert, gebacken und frittiert – mal als Hauptspeise oder als Beilage, mal süß oder herzhaft. Die Kartoffel zeigt sich dabei immer wieder von einer neuen Seite.
KÜRBIS
Keine Herbstsaison ohne ein Kürbisgericht
In der Küche ist der der Hokkaidokürbis, dessen Schale einfach mit gekocht wird, am einfachsten in der Zubereitung. Geschmacklich am interessantesten sind allerdings Moschuskürbisse, zu denen der helle, birnenförmige Butternuss- und der dunkelgrüne Muskatkürbis zählen.
Bereits ab Juli gibt es Gartenkürbisse, zu denen flache Patissons, kugelrunde Rondinis, Spaghettikürbis und übrigens auch Zucchini zählen.
BUCHTIPP
Zum Glück Gemüse
Mit saisonalem Gemüse zu kochen ist gesund, nachhaltig und voller Genuss.
„Zum Glück Gemüse“ bietet über 350 einfache Rezepte, geordnet nach Jahreszeiten und Gemüsesorten. Ein Saisonkalender, Tipps zur richtigen Lagerung und zum Eigenanbau ergänzen die Sammlung. Inspiriert von der italienischen Küche zeigen die Rezepte, wie vielseitig Gemüse schmeckt und wie köstlich fleischloses Kochen sein kann – frisch vom Markt oder aus dem eigenen Garten.
Blumenkohl
Das Arme-Leute-Gemüse hat längst sein staubiges Image abgelegt. Kohlgemüse ist reich an Vitaminen, arm an Kalorien und herzhaft im Geschmack. Blumenkohl ist hip geworden – im ganzen im Ofen zubereitete. Als Kale tauchte er als Zutat in etlichen grünen Smoothie-Varianten auf oder lag frittiert auf den Tellern der Restaurants. Außerdem wurden mit der Fermentationswelle Sauerkraut und Kimchi modern

