SO FEIN IM GESCHMACK. Die zarten, jungen Spinatblätter lassen sich hervorragend für Salate verwenden. Blattspinat besitzt roh verzehrt eine angenehm nussige Note und zudem eine ganze Menge an Vitamin C. Leider kommt er bei uns hauptsächlich als Tiefkühlware in den Topf, obwohl er doch als frische Ware so einfach und schmackhaft zuzubereiten ist. Ein paar Dinge sollte man über das Gemüse noch wissen. Bis zum Herbst entwickelt Spinat eine gehörige Portion Oxalsäure und sollte später im Jahr unbedingt vorher blanchiert und mit Rahm zubereitet werden. Die beste Zeit Spinat zu genießen ist von März bis Juni. Jetzt können die Blätter des Früh- und Sommerspinats geerntet werden, die als Salat, Gemüse und im Smoothie für vitaminreichen Genuss sorgen. Spinat sollte, einmal gekocht, nicht wieder aufgewärmt werden, da sich dabei das in ihm enthaltene Nitrat in ungesundes Nitrit umwandelt.
Einkaufstipp: In Bioware ist deutlich weniger Nitrat enthalten.
Wer liebt es nicht: Spinat, Spiegeleier und Pellkartoffeln? Ein in Deutschland traditionelles Gericht mit dem Blattgemüse. Dazu den jungen Spinat kalt abbrausen und verlesen. In einer Pfanne eine Schalotte und etwas Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, dann den Spinat dazugeben. Unter Rühren fällt dieser schön in sich zusammen, bei Bedarf etwas Wasser zugeben, mit Salz, Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Pünktlich vor Ostern liegt auch wieder frischer Spinat auf den Märkten. Gründonnerstag wird traditionell etwas "Grünes, Vegetarisches" gegessen. Aufgetischt werden häufig Spinat, Pellkartoffeln, Kräutersuppen, Kräutersoßen und Eier. Hier nun ein paar meiner Fundstück-Rezepte aus alten Food-Magazinen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Sobald ich die Rezepte selbst ausprobiert und fotografiert habe, wird es auch einen eigenen Blogeintrag geben. Die folgenden Rezepte fand ich in einer Wohnen & Garten Ausgabe vom April 2008.
Zutaten für 4 Personen
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4 Eier
2 EL Mehl
1 Ei
3 EL Paniermehl
Salz, Pfeffer
500 g junger Spinat
1 kleiner Bund Bärlauch
150 ml Sahne
1 TL Butter
Essig (Weißweinessig)
Sonnenblumenöl zum Ausbacken
TIPP: Zum Ausbacken nur dafür vorgesehene geschmacksneutrale Frittier-Fette oder -Öle verwenden, die hoch erhitzt werden können. Das sind z. B. Kokos- oder Palmfett oder raffiniertes Sonnenblumen- , Raps- oder Erdnussöl.
So gehts:
Für die Panade der pochierten Eier: 1 Ei mit Salz und Pfeffer verquirlen und auf einem Teller bereitstellen. Ebenso Mehl und Paniermehl in Teller geben und auf die Seite stellen.
Die (oder auch verlorenen) Eier, schlägt man nacheinander in eine Schüssel auf. Das Eigelb muss dabei ganz bleiben. 2 EL Essig zu jedem Ei hinzugeben, aber diesen nicht verrühren.
Tipp für gelungene pochierte Eier:
Für ein pochiertes Ei zunächst Wasser in einem flachen Topf aufsetzen und einen Schuss Essig hinzufügen. Sobald das Wasser anfängt zu köcheln, die Hitze reduzieren. Mit einem Kochlöffel das Wasser umrühren, sodass in der Mitte ein Strudel erzeugt wird und nacheinander die Eier vorsichtig in das siedende Wasser geben. Durch den Wirbel ummantelt das stockende Eiweiß das Eigelb. Dann mit dem Rühren aufhören.
Jedes Ei ca. 4 Minuten pochieren und anschließend mit dem Schaumlöffel herausheben. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Bärlauch waschen, trocken schütteln und die Hälfte in feine Streifen schneiden. Spinat verlesen und waschen, noch nass in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zusammenfallen lassen. Den geschnittenen Bärlauch dazugeben.
In einem Topf die Butter schmelzen und zusammen mit der Sahne kurz köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer würzen, bevor die Soße über die Bärlauch-Spinat-Mischung gegossen wird.
Die pochierten Eier vorsichtig panieren. Dazu zunächst in Mehl wenden, dann im Ei und zuletzt im Paniermehl. In einer hohen Pfanne Öl erhitzen und die panierten Eier darin goldgelb backen. Mit einer Schaumkelle herausheben, auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Bärlauch-Spinat-Mischung auf Teller oder in Schälchen anrichten, die gebackenen pchierten Eier darauf setzen und mit den übrigen Bärlauchblättern garnieren.
Zutaten für 8 Körbchen
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Zutaten:
1 Packung Filoteig (450 g)
2 EL Butter
1 Packung TK-Rahmspinat (500 g) – kann natürlich auch ganz einfach selbst gemacht werden
1/2 Becher Sahne (oder 100 g)
Salz, Pfeffer, Muskat
So gehts:
Den Filoteig in acht Stücke à 15 x 15 cm schneiden. Wer ein Muffinblech hat, kann 8 Einbuchtungen gut einfetten. Dann die Filoteig-Quadrate in die eingefetteten Förmchen legen. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Und den Filoteig 10-15 Minuten backen. Die fertigen Teigkörbchen aus dem Ofen nehmen.
Den Rahmspinat in einem Topf langsam erwärmen, einmal kurz aufkochen lassen. Spinat mit Salz, Pfeffer und frischgeriebenem Muskat abschmecken und in die Filoteig-Körbchen verteilen.
Sahne steif schlagen und je einen Klecks auf den Spinat geben.
Auf einer Platte oder Tellern anrichten.
Tipp selbst gemachter Rahmspinat
Zutaten für 10 Törtchen
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Zutaten:
Für den Semmelknödelteig:
500 g altbackene Semmeln
250 ml lauwarme Milch
3 Eier
1/2 Bund Petersilie, gewaschen, trocken geschüttelt und gehackt
Salz, Pfeffer
1 feingehackte Schalotte
1 EL Butter
Für den Spinat:
500 g Blattspinat
2 EL Stärke
Salz, Pfeffer
Für die Sauce:
400 ml Rote-Bete-Saft
100 ml Rotwein
3-4 EL Soßenbinder (Mondamin)
Salz, Pfeffer
Außerdem:
400 g Ziegenfrischkäse
200 g Sahne
Salz
weißer Pfeffer
4 EL Balsamicocreme
2 TL Olivenöl
1 Handvoll Blattspinat
5 essbare Blüten, z.B. Duftnelken, Veilchen oder Gänseblümchen
Kräuter nach Belieben, z.B. Löwenzahn, Petersilie, Schafgarbe, Knoblauchsrauke
10 Ringförmchen
1 Auflaufform
So gehts:
Semmeln in grobe Würfel schneiden, die Milch darüber gießen, Eier, Petersilie, Schalottenwürfel, Salz und Pfeffer zugeben und gut vermengen. Anschließend ca. 20 Minuten quellen lassen und den Semmelknödelteig in eine gebutterte Auflaufform streichen. Ofen vorheizen und die Aufflaufform in die mit Wasser gefüllte Fettpanne stellen. Auf der untersten Schiene den Semmelteig in ca. 30-40 Minuten garen. Auskühlen lassen und auf ein Brett stürzen.
In der Zwischenzeit den Spinat verlesen und waschen. Tropfnass in einem Topf dünsten, würzen, mit Stärke bestäuben und eindicken lassen. Danach den Spinat auskühlen lassen.
In einem weiteren topf Rotwein aufkochen und den Saucenbinder einrühren. Rote-Bete-Saft zugießen, würzen und auskühlen lassen.
Sahne steif schlagen, mit Salz und weißem Pfeffer unter den Ziegenfrischkäse mischen.
Den ausgekühlten Semmelknödelteig mit den Ringförmchen 10 - 12 Scheiben ausstechen. Der restliche Knödelteig kann anderweitig verwertet werden (Tipps zum Resteverwerten). Die eingedickte Rotwein-Rote-Bete-Sauce als Spiegel auf die Teller gießen und die Ringförmchen mit dem Semmelscheiben darauf setzen. Den Ring etwas hochziehen und den Spinat auf die Semmelknödelscheiben füllen, andrücken und den Ring erneut etwas hochziehen. Jetzt die Frischkäsecreme auffüllen, glatt streichen und mit Balsamicocreme und Olivenöl beträufeln. Die Ringe entfernen und die Teller mit Spinatblättchen, Kräutern und Blüten dekorieren.
Information essbare Blüten: Grundsätzlich sind alle Nelken essbar. Es sollten jedoch Stiele und grüne Kelchblätter vor Ihrer Verwendung entfernen werden. Die leicht bis stark gefransten Blütenblätter können einen scharfen bis gewürznelkigen Geschmack haben und sind in den verschiedensten Farben zu finden.
Zutaten für 2 Portionen
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200 g junger Spinat
200 g weiße Champignons
150 g Mais aus der Dose
2 hartgekochte Eier
1 weiße Zwiebel
1/2 grüne Chilischote
50 ml Gemüsebrühe
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1 EL Avocadoöl (oder Distelöl)
2 EL gehackte glatte Petersilie
50 g geriebenen Parmesan
So gehts:
Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern (Salatschleuder verwenden). Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Chilischote in feine Ringe schneiden. Zwiebeln abziehen und in feine Würfel schneiden. Eier schälen und vierteln.
Das Dressing vorbereiten: Gemüsebrühe, Öl und Zitronensaft mischen, Chiliringe und Zwiebelwürfel untermischen.
In einer Schüssel Spinat, Mais und Champignons mischen, mit Salz und Pfeffer würzen und das Dressing unterheben. Danach alles auf Teller anrichten und die Eierviertel dazulegen. Mit Parmesan und Petersilie bestreuen und genießen!
Tipp: Auch junge Spinatblätter müssen vor der Zubereitung gründlich verlesen werden. Hierzu werden alle Stiele entfernt, da diese beim späteren Blanchieren oder Dünsten in den zusammengefallenen Blättern nur stören würden.
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